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Surfen auf Lanzarote: Die besten Spots, Kurse und was du wirklich wissen musst

Surfen auf Lanzarote: Die besten Spots, Kurse und was du wirklich wissen musst

Von Ada Vidodo
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Kurzantwort

Für Anfänger und Fortgeschrittene ist Famara die perfekte Welle. Lange, konstante Wellen mit sandigem Untergrund und so viele Surfschulen in der Nähe, dass man nicht lange suchen muss. Erfahrene Surfer, die wissen, was ein Riffbreak wirklich bedeutet, sollten La Santa und El Quemao in Betracht ziehen. Um das Surfen auf Lanzarote in seiner ganzen Vielfalt kennenzulernen, ohne bei den falschen Gezeiten zum falschen Strand fahren zu müssen, lesen Sie weiter.

Famara: Der ideale Einstieg

Famara ist ein langer, geschwungener Sandstrand an der Nordwestküste, unterhalb der Klippen des Risco de Famara, mit Blick auf den Atlantik. Die Wellen sind konstant, der Untergrund sandig und der Wind weht fast immer. Nicht umsonst ist Famara der beliebteste Surfstrand der Insel und besticht durch seine dramatische, leicht windgepeitschte Schönheit.

Für Anfänger ist dies der perfekte Strand. Surfschulen gibt es hier, Kurse für alle Könnensstufen werden angeboten, und der sandige Untergrund sorgt dafür, dass man bei Missgeschicken – die beim Surfen vorkommen – nicht auf einem Riff landet. Die Bedingungen sind nicht immer einfach, aber gut lesbar. Und genau das ist wichtig, wenn man noch dabei ist, sich auf dem Surfbrett zurechtzufinden.

Für fortgeschrittene und erfahrene Surfer bietet Famara gute und sehr gute Tage. Wellenrichtung und Wind können hervorragende Bedingungen schaffen. Der Beachbreak variiert entlang des Strandes stark, daher empfiehlt es sich, erst einmal zu Fuß loszulaufen, anstatt gleich am ersten Point ins Wasser zu gehen.

Unterschätzen Sie Famara nicht, wenn die Wellen hoch sind. Vom Parkplatz aus sehen sie harmlos aus, sind aber im Wasser deutlich schwieriger zu kontrollieren. Schauen Sie lieber in den Wetterbericht als auf die Aussicht.

La Santa: Der Treffpunkt der Einheimischen

La Santa ist ein kleines Küstendorf im Nordwesten, das schon lange ein beliebtes Surfziel ist und sich daher authentisch und nicht touristisch anfühlt. Die Surfbedingungen sind gut, der Club La Santa ist in der Region als Sportresort bekannt, und die Bedingungen rund um La Santa eignen sich je nach Tag für Surfer unterschiedlicher Könnensstufen.

El Quemao, der anspruchsvolle Riffbreak, liegt direkt hier. Mehr dazu weiter unten. Die Gegend um La Santa ist bekannt für ihre beständige Surfer-Community und ihr Insiderwissen, das man in keinem Reiseführer findet. Wenn du hier länger verweilst, anstatt nur durchzufahren, sprich mit den Leuten im Wasser und in der Line-up. Dort findest du meist die besten Tipps.

El Quemao: Nicht für jeden geeignet – und das ist gut so.

El Quemao ist hauptsächlich ein linksbrechender Riff-Break, produziert aber bei gleichem Swell auch eine rechtsbrechende Welle, die manche mit Pipelines Backdoor vergleichen. Sie ist kraftvoll, flach und bricht über Lava. Außerdem zählt sie zu den optisch spektakulärsten Wellen der Insel und ist Austragungsort der Quemao Class, einem Einladungswettbewerb im Surfen und Bodyboarden, der seit 2015 stattfindet.

Wenn du ein erfahrener Surfer bist, der regelmäßig Riff-Breaks surft und weißt, worauf er sich einlässt, ist El Quemao an einem guten Tag eine Welle, die man nicht vergisst. Wenn du nicht selbst surfst, ist El Quemao einer der besten Surfspots der Insel, um die Wellen zu beobachten – und das völlig zu Recht. Dem Riff ist deine Selbsteinschätzung egal.

Fahr nach El Quemao, auch wenn du nicht surfst. An Tagen mit gutem Swell ist die Welle außergewöhnlich, und die Atmosphäre dort, wenn die Wellen perfekt sind, ist die Fahrt nach Norden allein schon wert.

Weitere Surfspots, die du kennen solltest

Caleta de Famara

Das Dorf am südlichen Ende des Hauptstrandes von Famara. Die Wellen haben etwas andere Eigenschaften als weiter nördlich am Strand. Es lohnt sich, dort nachzufragen, wenn der Hauptstrand überfüllt ist oder die Bedingungen weiter nördlich nicht stimmen.

San Juan

Ein Riffbreak über Lava zwischen Famara und La Santa. Es handelt sich hauptsächlich um eine Linkswelle, die kraftvoll und unerbittlich ist und im Winter bei solidem Swell am besten funktioniert. Keine Alternative für Anfänger wie Famara. Wissenswertes für fortgeschrittene Surfer, die eine Alternative zum Hauptstrand suchen.

Puerto del Carmen und der Süden

Die Südküste ist im Allgemeinen ruhiger als die Nordwestküste, weshalb sich dort die Badestrände befinden. Gelegentlich gibt es auch an der Südküste Wellen, wenn der Wellengang groß ist und aus der richtigen Richtung kommt. Für konstante Wellen ist dies jedoch nicht der richtige Ort. Wer garantiert surfen möchte, sollte im Nordwesten bleiben.

Wann ist die beste Zeit zum Surfen auf Lanzarote?

Die Antwort ist ganz einfach: Auf Lanzarote kann man das ganze Jahr über surfen. Das ist einer der Gründe, warum die Insel als Surfziel so beliebt ist wie kaum ein anderer Ort im Mittelmeer. Der Atlantik sorgt in jeder Jahreszeit für Wellen.

Herbst und Winter, etwa von Oktober bis März, bringen in der Regel die größten und beständigsten Wellen. Dann erwacht El Quemao zum Leben, und erfahrene Surfer planen ihre Trips eher nach der Vorhersage als nach dem Kalender. Frühling und Sommer sind etwas gemäßigter und besser für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Leichtere Winde und kleinere Wellen erleichtern das Lernen.

Der Wind spielt auf Lanzarote immer eine Rolle. Die Insel ist exponiert und Die Nordostpassatwinde sind hier regelmäßig anzutreffen. Offshore-Bedingungen gibt es in Famara meist morgens, bevor der Wind auffrischt. Früh aufzustehen ist fast immer ratsam.

Surfkurse und Surfschulen auf Lanzarote

Famara hat die höchste Dichte an Surfschulen auf der Insel. Die meisten bieten Kurse für absolute Anfänger bis hin zu Fortgeschrittenen, Board- und Neoprenanzugverleih sowie mehrtägige Programme für alle, die sich wirklich verbessern wollen, anstatt nur einmal auf einem Brett zu stehen.

Für Kinder und Anfänger ist ein Kurs dringend zu empfehlen, anstatt sich einfach ein Board zu mieten und es selbst auszuprobieren. Im Ozean zählt nicht der Einsatz, und eine richtige Einführung ins Wellenlesen, die richtige Positionierung und die grundlegenden Sicherheitsregeln macht alles Weitere deutlich angenehmer.

Vergewissern Sie sich immer, dass Ihre Surfschule zertifizierte Surflehrer und eine angemessene Sicherheitsausrüstung hat. Die Wellen auf Lanzarote sind echt und die Bedingungen ändern sich ständig. Eine gute Surfschule weiß, wann ein Kurs stattfindet und wann er verschoben oder abgesagt werden muss.

Was Sie mitbringen sollten und was Sie erwartet

Ein Neoprenanzug ist zu jeder Jahreszeit nützlich. Die Wassertemperaturen in Lanzarote sind relativ mild, aber zwei Stunden im Atlantik ohne Neoprenanzug kühlen schneller ab, als die meisten erwarten. Ein 3-2 mm dicker Neoprenanzug ist für die meiste Zeit des Jahres ausreichend. Im Winter greifen manche zu dickerem Material.

Sonnenschutz ist unerlässlich, auch bei bewölktem Himmel. Die vom Wasser reflektierte UV-Strahlung reicht völlig aus, um Sonnenbrand zu verursachen.

Die Surfspots auf Lanzarote können voll werden, besonders Famara an guten Tagen in der Hochsaison. Es gelten die üblichen Regeln: Nicht einfach in die Welle springen, kommunizieren, die Einheimischen respektieren und als Anfänger nicht direkt zum Peak paddeln. Die Surfer-Community hier ist Besuchern gegenüber, die sich respektvoll verhalten, generell sehr gastfreundlich.

Häufig gestellte Fragen Wo kann man in Lanzarote am besten surfen?

Famara ist für die meisten Surfer ideal: konstante Wellen, sandiger Untergrund und gute Infrastruktur. El Quemao bei La Santa ist für erfahrene Riff-Surfer geeignet. Die Nordwestküste bietet generell die zuverlässigsten Bedingungen der Insel.

Ist Lanzarote für Surf-Anfänger geeignet?

Ja, besonders Famara. Sandiger Untergrund, konstante Wellen und viele Surfschulen machen die Insel zu einer guten Wahl für Anfänger. Im Frühling oder Sommer sind die Wellen kleiner und besser zu bewältigen.

Ist El Quemao gefährlich?

Es handelt sich um einen kraftvollen Riff-Break, der über Lava bricht und mit Pipeline verglichen wird. Gefährlich für unerfahrene Surfer. Spektakulär für alle anderen.

Wann ist die beste Zeit zum Surfen auf Lanzarote?

Auf Lanzarote kann man das ganze Jahr über surfen. Herbst und Winter bieten die größten Wellen und sind ideal für erfahrene Surfer. Frühling und Sommer eignen sich besser für Anfänger und Fortgeschrittene mit kleineren, saubereren Wellen.

Brauche ich einen Neoprenanzug zum Surfen auf Lanzarote?

Ja, in den meisten Jahreszeiten. Ein 3-2 mm dicker Anzug ist für den Großteil des Jahres geeignet. Im Winter empfiehlt sich ein dickerer Anzug. Die meisten Surfschulen stellen Neoprenanzüge im Rahmen ihrer Kurspakete zur Verfügung.

Gibt es Surfkurse in Famara?

Ja. In Famara gibt es mehrere Surfschulen mit Kursen für alle Könnensstufen, Surfbrett- und Neoprenanzugverleih sowie mehrtägigen Coaching-Programmen.

Zusammenfassend

Lanzarote bietet Surfspots für fast jedes Niveau, wenn man den richtigen Strand wählt. In Famara lernt man, verbessert sich und verbringt die meisten Surftage auf der Insel. La Santa und El Quemao hingegen sind anspruchsvollere Orte. Beide sind es wert, bekannt zu sein, selbst wenn aktuell nur einer davon dem eigenen Können entspricht.

Geht früh los, checkt den Wetterbericht und tragt einen Neoprenanzug. Der Rest ergibt sich meist von selbst, sobald ihr im Wasser seid.

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